Blogeintrag

Aus den Händen gegeben

Am Samstag reiste unsere erste Mannschaft nach Rottleben zum Auswärtsspiel. Die Gastgeber hatten noch eine Rechnung mit uns offen, verloren sie das Hinspiel doch mit 1:8. Dennoch gingen sie als Favorit ins Spiel, nach einer Serie von zuletzt sieben Siegen in Serie.

Führung hergeschenkt

Anders als in den vergangenen Spielen war unsere Mannschaft vom Anstoß weg das spielbestimmende Team. Den Matchplan, mit langen Bällen in die Tiefe zu arbeiten, um unsere schnellen Offensivkräfte in Szene zu setzen, klappte in der Anfangsphase hervorragend und so kamen wir immer wieder in den Strafraum der Rottleber. Christoph Kühlewind und Philip Kempe hätten so in den ersten Minuten bereits treffen können. Sieben Minuten hat es aber nur gedauert, bis der Ball tatsächlich im Netz zappelte. Jonas Kühlewind wird auf links freigespielt, hat selbst die Chance zum Abschluss, legt den Ball aber direkt quer, wo Kempe nur noch einschieben muss. In der Folgezeit erhöhen wir den Druck und hätten durchaus noch 1-2 Tore nachlegen können. Das gelingt uns dann in der 27. Minute. Marc Amling bedient Philip Kempe, der einen Doppelpack schnürt. Bitter: zwei Minuten vorher muss Geburtstagskind Stefan Nowak den Platz verletzungsbedingt verlassen. Bis hierhin kamen die Gastgeber nur aus der Distanz zu Abschlüssen, die aber Marco Söllner vor keine Herausforderungen stellten. Das ändert sich in der 30. Minute: Mit der ersten ernsthaften Torchance erzielt Juris den Anschluss, nur damit Rumpf sieben Minuten später mit der zweiten Torszene sogar den Ausgleich erzielt.

Acht Minuten abgeschaltet

Zur Halbzeit war dann auch für den eingewechselten Höppner Schluss – auch er muss verletzungsbedingt raus. Nach dem Seitenwechsel übernehmen die Gastgeber zunehmend das Kommando, während wir uns im Klein-Klein im Mittelfeld verlieren. Dann sind es acht schicksalhafte Minuten, die diese Partie entscheiden sollten: Zwischen der 64. und 72. Spielminute war unsere Mannschaft quasi nicht mehr auf dem Feld und Rottleben schlägt über Rumpf, Grosse und Juris eiskalt zu und hätte die Chance gehabt, durchaus noch einen oder zwei Treffer mehr zu erzielen. Bitter der Treffer in der 72. Minute: Hier bleibt Christoph Kühlewind verletzt am Boden liegen und obwohl Schiedsrichtergespann und Heimmannschaft dies registrieren, wird die Partie fortgesetzt woraus der Treffer entsteht – sicherlich kein Empfehlungsschreiben für den Fairplay-Preis. Auch für Kühlewind ist dann Schluss. Einen kurzen Hoffnungsschimmer gibt es nochmal nach dem 5:3-Anschluss durch Kempe, doch Rottleben nutzt die sich nun bietenden Räume unserer Offensivbemühungen und erzielt durch Rumpf in der Schlussminute das 6:3.

Fazit

Wir haben in der ersten halben Stunde sehr guten Fußball geboten und hätten dort bereits 3:0 oder 4:0 führen können oder sogar müssen. Auch wenn die Gastgeber sich eiskalt vor dem Tor zeigten, muss man die Führung mit in die Kabine nehmen. Sicherlich auch durch die Verletzungen verloren wir zunehmend den Spielfaden, was Rottleben wieder ins Spiel brachte. Insgesamt ist der Sieg für Rottleben vertretbar, wenngleich er drei Tore zu hoch ausfiel.
Gedanken sollten sich die Gastgeber allerdings über den Zustand ihres Rasens machen: Über die Partie verteilt gab es auf beiden Seiten insgesamt fünf verletzungsbedingte Wechsel.

Die Mannschaft

Startaufstellung: 01 Marco Söllner – 05 Christopher Grunwald (C), 14 Stefan Nowak, 15 Lucas Rosenstock – 08 Marc Amling, 16 Stefan Gerlach – 18 Pascal Brachmann, 19 Jonas Kühlewind, 09 Manuel Feiler – 03 Philip Kempe, 02 Christoph Kühlewind

Bank: 04 Jan Höppner, 06 Oliver Steiner, 13 Tim Rosenstock

Wechsel: 

25.min Jan Höppner für Stefan Nowak
46.min Oliver Steiner für Jan Höppner
75.min Tim Rosenstock für Christoph Kühlewind

Tore

07.min 0:1 Philip Kempe (J.Kühlewind)
27.min 0:2 Philip Kempe (Amling)
30.min 1:2 Juris
37.min 2:2 Rumpf
64.min 3:2 Rumpf
68.min 4:2 Grosse
72.min 5:2 Juris
81.min 5:3 Philip Kempe (Brachmann)
90.min 6:3 Rumpf

Stimmen zum Spieltag

Trainer Marcus Wolfram: „Keiner der Spieler war auf demselben Level wie letzte Woche. Dann kam noch sehr viel Pech mit Verletzungen hinzu.“
Torwart Marco Söllner: „Wir sind gut ins Spiel gekommen. Die Verletzungen haben uns aus dem Tritt gebracht. Am Ende fällt das Ergebnis zu hoch aus, da wir zum Schluss auch etwas den Kopf hängen lassen haben.“

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