Blogeintrag

Den Favoriten geschockt

Personelle Probleme plagten auch an diesem Spieltag wieder einmal unsere erste Mannschaft. Mit Christoph und Jonas Kühlewind, Alexander Callies, Justin Gerard Töpfer, Lucas Rosenstock, Marc Amling, Jan Höppner, Marco Söllner oder Paul Biller musste man direkt auf neun Stammkräfte verzichten. Umso erfreulicher, dass Nounin Ezechiel Tchete, Moussa Oulaasri, Sebastian Obermeit und Tom Gerlach wieder zur Verfügung standen. Außerdem kehrte Andreas Trump zwischen die Pfosten des Heimgehäuses zurück.

Rückstand zur Pause

Die Gäste gingen als klarer Favorit in die Partie. Man reist nicht nur mit der breiten Brust als Tabellenzweiter und dem Wissen, das Hinspiel gewonnen zu haben, an, sondern auch mit einem 11:2-Sieg gegen Oldisleben in der vorherigen Woche. Und so selbstverständlich begann auch die Partie. Nach neun Minuten kann Kellermann zur frühen Führung einnetzen und seinen zehnten Saisontreffer erzielen. Während sich die Zuschauer noch fragten, ob es heute ein ähnliches Torfestival für die BSV wird, bedient Tom Gerlach den zurückgekehrten Ezechiel Tchete und es steht bereits 1:1. Es wird in der Folge ein Spiel mit offenem Visier auf beide Tore. Nach einer guten halben Stunde ist es allerdings wieder die BSV, die das gegnerische Abwehrbollwerk bricht und durch ihren Toptorjäger Werner zum 1:2 kommt. Damit ging es dann auch in die Halbzeitpause.

In zehn Minuten gedreht

Nach dem Seitenwechsel steckt unsere Mannschaft nicht auf. Treue Fans der Spielgemeinschaft wissen: Die zweite Halbzeit ist meist unsere bessere und an diesem Tag war auch die erste Hälfte schon sehenswert. Eine knappe Stunde war gespielt, da steckt Gerlach den Ball auf Brachmann, der mit einem satten Rechtsschuss den vielumjubelten Ausgleich erzielt. Während sich Sondershausen noch sortiert, dringt Kempe schon wieder in den Strafraum ein und wird von den Beinen geholt. Den Strafstoß verwandelt er selbst sicher zur erstmaligen Führung. Doch damit war nicht Schluss! Man hatte es sich scheinbar von Rottleben letzter Woche abgeschaut, denn nur wenige Minuten später durchbricht, der sehr agile, Tom Gerlach die Gästeabwehr, legt quer auf Kempe, der mit seinem 15. Saisontor das 4:2 erzielen kann. Innerhalb von zehn Minuten dreht unsere Spielgemeinschaft so ein 1:2 in ein 4:2. Genug hatte man dennoch nicht. Während man in der Defensive alles reinwarf, um nicht noch einen Gegentreffer zu kassieren, konterte man in der 87.min die Sondershäuser eiskalt aus: Tchete war wieder mal enteilt und netzte zum 5:2 Endstand.

Fazit

Das war eine ganz starke Vorstellung! Jeder Spieler hat alles gegeben und war 90 Minuten hellwach. Nach dem Seitenwechsel haben wir sogar nochmal eine Schippe draufgelegt und Sondershausen verdient geschlagen. Das war kämpferisch und spielerisch eines der besten Spiele seit langem!

Die Mannschaft

Startaufstellung: 01 Andreas Trump – 05 Christopher Grunwald, 14 Stefan Nowak, 19 Moussa Oulaasri – 16 Stefan Gerlach, 18 Pascal Brachmann – 09 Manuel Feiler, 10 Roman Siegel, 02 Nounin Ezechiel Tchete – 07 Philip Kempe, 11 Tom Gerlach

Bank: 06 Oliver Steiner, 08 Sebastian Obermeit, 15 Jaspar Gemperlein, 17 Maximilian Ernst

Wechsel:

77.min Oliver Steiner für Tom Gerlach
80.min Sebastian Obermeit für Pascal Brachmann
86.min Maximilian Ernst für Manuel Feiler

Tore

09.min 0:1 Kellermann
12.min 1:1 Nounin Ezechiel Tchete (T.Gerlach)
34.min 1:2 Werner
58.min 2:2 Pascal Brachmann (S.Gerlach)
62.min 3:2 Philip Kempe (Foulelfmeter)
68.min 4:2 Philip Kempe (T.Gerlach)
87.min 5:2 Nounin Ezechiel Tchete (Siegel)

Stimmen zum Spieltag

Torwart Andreas Trump: „Das war heute eine geschlossene Mannschaftsleistung, jeder hat gekämpft auch unter Schmerzen. Jeder hatte Spaß am Spiel und es gab einfach keine Ausfälle in der Mannschaft. Sondershausen hat uns unterschätzt und war oft mit unseren Kontern überfordert. Daher war es auch ein verdienter Sieg.“
Doppeltorschütze Philip Kempe: „Für mich war das heute eine ganz starke Performance vom ersten bis zum letzten Mann. Wir haben zwei Rückstände weggesteckt, weil jeder einzelne Spieler alles gegeben hat. Sondershausen hat uns unterschätzt und wurde eines Besseren belehrt. Danke an das Team!“

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