Blogeintrag

Historische Auswärtsniederlage

Am Sonntag ging die Reise für unsere zweite Mannschaft nach Liebenrode. Erneut musste man drei kurzfristige Absagen verkraften, dennoch konnte man 13 Spieler aufbieten.

Ein richtiges Gegurke

Die erste Torszene gehört den Gastgebern, doch der Ball geht am Gehäuse von Eschner vorbei. Danach wird es auf schwierigem Geläuf selten ein ansehnliches Fußballspiel. Unsere Mannschaft ist zwar um Spielstruktur in der Offensive bemüht, aber in den meisten Fällen schlichtweg zu ungenau in ihren Aktionen. So sind unsere Torchancen durch Ernst (zweimal) und Gerbothe zwar nennenswert, aber auch nicht zwingend genug. In der Defensive bekamen wir vor allem das Loch im Mittelfeld nicht gestopft, wodurch unsere Verteidiger immer wieder alle Hände voll zu tun hatten, Liebenrode vom eigenen Tor fernzuhalten. Die Taktik der Gastgeber tief stehen und über lange Bälle zu kontern erwies sich bis hierhin als erfolgreich. Dennoch zappelte der Ball in Durchgang eins im Liebenröder Tor: Max Ernst wird freigespielt, steht dabei aber auch deutlich im Abseits.

Einfach ausgekontert

Nach dem Seitenwechsel ändert sich wenig am Bild des Spielgeschehens. Unsere Aktionen in der Offensive sind zu ungenau, unser Defensivverhalten gleicht Harakiri. Die dickste Chance nach Wiederanpfiff besaß Oppenberger. Eine Flanke landete am zweiten Pfosten, wo Oppenberger einläuft und gleich doppelt am starken Thiemroth scheitert. In der 54. Minuten dann aber das 1:0 für die Gastgeber. Nach einer Ecke wird der Ball nicht konsequent verteidigt, so dass Stötzer aus dem Gewühl heraus abziehen und treffen kann. Wir versuchen irgendwie zu antworten, aber es läuft einfach kaum etwas zusammen. Dicke Chance dann aber wieder für Oppenberger, der erneut nach einer Flanke am zweiten Pfosten auftaucht und den Ball auch volley an eben jenen hämmert. Ein Freistoß von Gerbothe zischt über den Querbalken, ein Abschluss von Rosenstock von der Strafraumgrenze segelt am Winkel vorbei. Sonst fällt uns nicht viel ein. Stattdessen kontert Liebenrode zum 2:0 in der 79. Minute durch Riechel. Kurz vor Schluss dann doch noch der Anschluss: Maximilian Ernst kann in seiner erst zweiten Partie seinen ersten Treffer erzielen. Statt das wir nun aber nachlegen, kassieren wir in der Schlusssekunde noch das 3:1 durch Stötzer.

Fazit

Zu viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Schlechtes Stellungsspiel. Ungenaues Passspiel. Miserable Zweikampfquote. Heute hat fast alles gefehlt. Statt mit einer technisch starken Mannschaft dies auch auszuspielen, wurden die Bälle oftmals blind nach vorn geschlagen. Es wurde schlecht und dazu noch unclever gespielt, wie auch der Gegner bescheinigt: „Ihr wart uns technisch und von den Einzelspielern her weit überlegen. Wenn ihr den Ball laufen gelassen hättet, hätten wir alt ausgesehen. Aber so habt ihr es uns einfach gemacht.“ Eine wohl historische Niederlage: Unsere Redaktion kann sich jedenfalls nicht daran erinnern, dass wir bereits einmal in Liebenrode verloren hätten.

Die Mannschaft

Startaufstellung: 01 Tom-Franz Eschner – 95 Kevin Schlegel, 13 Sascha Pflug, 03 Jaspar Gemperlein – 04 Christoph Böhme (C) – 06 Chris Oppenberger – 08 Oliver Steiner, 09 Nils Dudek, 05 Maximilian Ernst – 11 Konstantin Gerboth, 10 Tim Rosenstock

Bank: 07 Roman Siegel, 18 Markus Engel

Wechsel: 

46.min Roman Siegel für Maximilian Ernst
64.min Markus Engel für Kevin Schlegel
75.min Maximilian Ernst für Nils Dudek

Tore

54.min 1:0 Stötzer
79.min 2:0 Riechel
87.min 2:1 Maximilian Ernst
93.min 3:1 Stötzer

Stimmen zum Spieltag

Torwart Tom-Franz Eschner: „Für mich war es das schlechteste Spiel der zweiten Mannschaft seit Bestehen der Spielgemeinschaft. Wir haben heute alle Tugenden, die den Fußball ausmachen vermissen lassen. Es lief überhaupt nichts. Auf Grund der guten Aufstellung, die wir hatten, hätte ich damit auch absolut nicht gerechnet. Es war ein gebrauchter Tag. Jetzt heißt es, den Blick wieder nach vorne richten und nächste Woche drei Punkte gegen Werther holen. Gefreut habe ich mich für Max Ernst, der in seinem zweiten Spiel sein erstes Tor erzielen konnte.“
Abwehrchef Sascha Pflug: „Es war für mich eine verdiente Niederlage. Wir hatten kaum Aktionen gegen den Ball und zu viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Dadurch haben wir dann hinten oft in Unterzahl oder im eins-gegen-eins verteidigt. Der Sieg für Liebenrode ist verdient, da sie an diesem Tag auch wirklich gewinnen wollten.“

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